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HeyHo, heute ist Dienstag und der Muskelkater ist auch fast schon weg;) Das sah am Sonntag noch ganz anders aus. Da hab ich befürchtet, dass ich mich die ganze Woche nicht mehr bewegen kann. Jede Muskelfaser unterhalb der Ohren hat sich auf irgendeine Art und Weise bemerkbar gemacht. Es war hart! Aber es war richtig geil! Das Wochenende hat unglaublich Spaß gemacht.
Zwar ist der Samstag (15km Freistil) noch nicht ganz optimal verlaufen, aber Sonntag (30km klassische Technik) war dann umso schöner! Samstag war mehr so zum Lernen und Erfahrung sammeln, denn immerhin war es mein erstes Ski-Rennen seit 5 Jahren. Es ging damit los, dass die Startblock-Einteilung nach Startnummern erfolgte und wir (Max, Paul, ich) uns so ziemlich weit hinten im Feld wiederfanden. Und schon wenige Meter nach dem Start passiert, was bei solchen Veranstaltungen immer passiert: an der ersten engen Stelle gibt es den Ziehharmonikaeffekt. Die ersten Kilometer war hauptsächlich Bremsen angesagt und aufpassen, dass Ski und Stöcke nicht zu Bruch gehen. Aber mit zunehmender Distanz lichtet sich ja dann das Feld und dann war hauptsächlich Überholen angesagt. Leider ist es uns in dem Gedränge nicht gelungen zusammen zu bleiben, wie vorher besprochen. Aber irgendwie wär es eh nicht möglich gewesen. Irgendetwas in meinem Kopf suggerierte mir, dass ich auf Teufel komm raus dieses Rennen laufen wollte. Am Ende waren es knappe 50min für die 15km. Die Zeit kann ich persönlich nicht wirklich einordnen. Aber ich möchte behaupten, dass einige Minuten auf den ersten 10km liegen geblieben sind, denn erst ab da konnte ich mein Tempo richtig laufen.
Am So sollte aber alles anders werden. Schon alleine die aufgehende Sonne machte einen großen Unterschied. Es war fast schon sommerlich, man schwitzte fast schon alleine vom am Start stehen;) (Im Gegensatz zu den -16Grad am Sa waren die -8Grad aber auch frühlingshaft). Es war also alles angerichtet für einen perfekten Ski-Tag. Auch der Start verlief wesentlich besser. Trotz aller Proteste der Ordner konnten wir (Max und ich, Paul verzichtete aus universitären Gründen) diesmal aus der 3.Reihe starten, sodass uns das anfängliche Gedränge erspart blieb und man ziemlich schnell in seinen eigenen Rhythmus finden konnte. Allerdings gelang es uns wieder nicht zusammen zu bleiben. Aber ich fand ziemlich schnell jemanden anderes in meinem Tempo, mit dem ich eher ungewollt das ganze Rennen mehr oder weniger zusammen gelaufen bin und Gruppe für Gruppe einsammelte. Zum Rennen an sich kann ich nur sagen, dass es ziemlich hart war. Vor allem hinten raus wurde es immer härter. Schon ab km20 merkte ich, dass ich nur Läufer bin und dass mir ungefähr mind. 5cm Oberarmumfang fehlen. Zu allem Überfluss ließ der Ski mit zunehmender Distanz auch noch gewaltig nach (allerdings ist das keine Ausrede, sondern nur als Feststellung notiert). Im Endeffekt kann ich mit Zufriedenheit behaupten, dass ich das Maximale aus mir rausgeholt zu haben, denn mein Schlussspurt sah eher wie ein Stehversuch aus und das Rennen hätte keinen Meter länger sein dürfen (30km- 1:40h). So fertig war ich schon ganz, ganz lange nicht mehr. Und die muskulären Schmerzen, die sich ziemlich schnell nach dem Rennen einstellten, bewiesen mir wieder einmal, dass Langlauf eine Ganzkörper-Sportart ist. Aber das war ja auch Sinn und Zweck dieses WE‘s: Einen etwas anderen Trainingsreiz setzen und den Körper mal wieder aus der Komfort-Zone herausholen und an seine Grenzen treiben. Es hat viel Spaß gemacht und vor allem auch dem Kopf gut getan. Diese Woche nutze ich hauptsächlich nur zur Regeneration mit ein wenig lockerem Training und viel Essen und Schlafen um den Substanzverlust zu kompensieren und dann nächste Woche wieder richtig im Training angreifen zu können. Auch wenn ich in den nächsten 1 ½ Monaten das Training aufs Minimum reduzieren werde (ab jetzt ist jede Woche mit einer Prüfung gespickt und dafür muss fleißig gelernt werden), möchte ich die positiven Eindrücke für ein motivierteres Training nutzen.
So nun hab ich aber genug palavert, jetzt gibt es noch was fürs Auge! Bis bald! Micha
PS: Falls es jemanden wundert: Text ist aus techn. Gründen verzögert freigeschaltet worden;) Hier geht’s zu den Ergebnissen: http://www.rennsteig-skilauf.de/index.php?option=com_content&view=article&id=5&Itemid=17
HeyHo, ich hab ja lange nix mehr von mir hören lassen, dann wird es wohl mal wieder Zeit. Eigentlich ist aber auch nicht viel passiert, oder doch? Naja, wie man es nimmt: sehr viel trainiert hab ich auf jeden Fall. Nachdem ich zum Dreikönigslauf meinen 2.Platz aus dem vergangenen Jahr verteidigen konnte, war ich super motiviert für meine winterliche Vorbereitung. Allerdings war die Euphorie schnell verflogen, denn bereits einen Tag später kratzte der Hals und ich verbrachte den darauf folgenden bereits im Bett mit einem gehörigen Husten. Diese Bronchitis bremste mich fast 2 Wochen aus. Aber irgendwie konnte ich diese kleine Pause ganz locker sehen, weil mir der Dreikönigslauf gezeigt hat, dass ich auf einem guten Weg bin. Denn so gut wie dort hab ich mich schon lange nicht mehr in einem Wettkampf gefühlt. Ich war frisch, spritzig und der Schritt hat sich sehr kraftvoll angefühlt. Dass die absolute Schnelligkeit noch nicht da war, ist logisch zu dieser Jahreszeit. Nachdem die Krankheit auskuriert war, hab ich mich auf in den winterlichen Thüringer Wald nach Hause gemacht. Dort habe ich gute 2 Wochen ein absolut perfektes Ski-Trainingslager absolviert. Zwar war der Anfang sehr zäh, weil mir die Krankheit noch in den Knochen gesteckt hat, aber von Tag zu Tag ging es besser. Im diesen 2 Wochen ging es für mich hauptsächlich darum viele Kilometer auf das Grundlagen-Konto einzuzahlen, aber auch auf Kraft hab ich viel Wert gelegt. Da das Wetter auch die meiste Zeit mitgespielt hat, war das Kilometer-Fressen teilweise ein Kinderspiel. (Naja gut, die 2 abschließenden Einheiten mit 45 und 50km Ski-Tour haben schon ein wenig Überwindung gekostet. Bei minus 23 Grad, gefühlt noch wesentlich kälter wegen Wind, steht man doch nicht so gerne vom Sofa auf. Aber wenn man einmal warm ist, dann ist es einfach wunderschön durch einen tiefverschneiten Wald zu gleiten.) Grundsätzlich habe ich die 2Wochen so gestaltet: eine Lauf-Einheit und eine auf Ski am Tag bzw. alle ganz langen Einheiten auf Ski. Dabei hab ich täglich zwischen Freistil und Klassisch abgewechselt um möglichst viele unterschiedliche Muskelgruppen anzusprechen. Ich finde es sehr wichtig, auch Alternativen (vor allem im Grundlagenbereich) in sein Training einzubauen. Und da ich vom normalen Biathlon komm, gehört Ski-Laufen bei mir zum Winter, wie für manch einen zum Duschen auch Wasser gehört. Alles in allem hab ich eine gute Grundlage legen und die Krankheit gut kompensieren können. Ansonsten hab ich wieder ein paar neue Laufrouten in Stuttgart ausprobiert und die eine oder andere Einheit mit meinem Trainingspartner Alex absolviert. Auch schießtechnisch bin ich mit den Trainingsleistungen recht zufrieden. Zurzeit steht vor allem noch Basteln und Experimentieren im Vordergrund, damit dann im Frühling alles passt. (Aber dazu werde ich ein anderes Mal etwas ausführlicher werden, für alle die sich mit der Materie noch nicht so gut auskennen.) Mittlerweile bin ich aber schon wieder im Thüringer Wald, weil: MORGEN IST SKI-RENNSTEIGLAUF! Also besser gesagt dieses We. Morgen stehen 15km Freistil und am So 30km in der klassischen Technik auf dem Plan. Warum tut man sich so was bei minus 15° an? Einfach um mal ein wenig Abwechslung in den Trainingsalltag zu bringen und ein Highlight zu haben. Deswegen werde ich morgen mit meinen 2Kumpels, den Böttner-Brüdern, mal gucken, was wir auf Ski so drauf haben. In welchem Zustand wir überlebt haben und ob wir wieder aus’m Wald rausgefunden haben, lass ich euch nächste Woche wissen. Bis dahin, erst mal Ski-Heil und Gute Nacht!
Der Mann von heute trägt natürlich Eis-Bart ;)
Ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr wünsch ich euch. Ich hoffe ihr habt die Feiertage einigermaßen gut überstanden. Ich persönlich hab die Zeit genutzt und aus den besinnlichen Tagen ein paar gute Trainingstage gemacht. Dabei kam mir zu Gute, dass in meiner Heimat genug Schnee lag, sodass ich viel Ski laufen konnte (also Langlauf, versteht sichJ ) und Weihnachtbraten und lecker Thüringer Klöße keinerlei Spuren hinterlassen haben. Nachdem die ersten Trainings-Wochen doch sehr zäh angelaufen sind und ich schon den ein oder anderen harten Muskelkater wegstecken musste, kam mir so eine Abwechslung sehr gelegen. Ski fahren gehört für mich einfach zum Winter dazu und bildet nebenbei auch eine super Alternative für das Ausdauertraining (und macht mir persönlich auch mehr Spaß als lange Läufe im WinterJ). Im Gegensatz zum läuferischen Bereich, wo ich die Trainingspause doch erheblich gespürt habe, bin ich meinen derzeitigen Schießleistungen sehr zufrieden. Zwar passt Waffe und Anschlag noch nicht zu 100%, doch ich merke, dass ich auf einem sehr guten Weg bin. Trotz allem Training sollte der Spaß auch nicht zu kurz kommen und so habe ich kurz vor Silvester die Seiten gewechselt und Sportsachen gegen Tröte und Rassel getauscht. Da seit ein paar Jahren die Tour de Ski der Ski-Langlauf-Elite ihren Start-Ort in Oberhof hat, war es für mich (plus Freundin und Max) selbstverständlich unsere deutschen (aber vor allem auch unsere Thüringer) Athleten anzufeuern. Als dann auch noch Lokalmatador Axel Teichmann überraschend gewonnen hat, war der Tag perfekt. So nun bin ich aber wieder zurück in Stuttgart. Ab jetzt heißt es neben dem Training auch wieder fleißig lernen. Da in den nächsten 3 Monaten die letzten Prüfungen in meinem Studium anstehen, wird sich mein Tagesrhythmus wieder nur auf diese 2 Sachen reduzieren. Ich bin super motiviert in beiden Sachen Vollgas zu geben, sodass 2012 ein super Jahr werden kann.
In diesem Sinne: Man sieht sich zum Dreikönigslauf!
Thüringer Bratwurst gehört einfach dazu! die Spitzengruppe am steilsten Stück mit einem Mordstempo Und „Los“ …geht’s! Wenn die eine Saison endet, geht die nächste schon wieder los. Letzten Freitag war Trainingsstart für das Jahr 2012. Dabei hatte die Saison 2011 erst am Samstag mit der alljährlichen Meisterehrung des Württembergischen Schützenbund ihren Schlusspunkt gefunden. Ein guter Zeitpunkt noch mal kurz zurückzuschauen: Das Wintertraining verlief bis zum Frühling ohne weitere Komplikationen, bis im Frühling dann der herbe Rückschlag kam. Plötzlich auftretende Schmerzen im Schienbein und Oberschenkel stellten sich als Knochenhautentzündungen heraus. Dies hatte zur Folge, dass ich alle meine geplanten Starts bei verschiedenen Laufveranstaltungen (darunter auch der von mir so geliebte Rennsteiglauf) abblasen musste. Stattdessen war für 3 Wochen absolute Ruhe und Schonung angesagt. Danach musste ich mich erst wieder sehr langsam an die normale Trainingsbelastung herantasten. Und irgendwie habe ich es dann doch geschafft, dass ich einigermaßen fit zum ersten Trophy-Rennen in Zerbst am Start stehen konnte. Die Ergebnisse der Trophy- Wettkämpfe kann ich ganz einfach zusammenfassen: Ich hatte immer einen Wettkampf pro Wochenende dabei, wo ich einfach zu viele Fehler geschossen habe. Aber sicherlich war der Höhepunkt der 3.Platz im Massenstartrennen in Winterberg. Insgesamt reichten die Platzierungen jedoch nicht für eine direkte Qualifikation für die EM in Italien aus. Eine letzte Chance wurde mir allerdings mit der Teilnahme am CSZ-Cup in Stare-Mesto noch gegeben. Leider erwischte ich am ersten Tag und im entscheidenden Rennen einen rabenschwarzen Tag und mein direkter Konkurrent und guter Freund Paul Böttner einen super Tag, sodass er sich den letzten verbliebenden EM-Startplatz super- verdient schnappte. Mit dem 6.Platz im Massenstartrennen am Sonntag rehabilitierte ich mich allerdings und konnte dennoch zufrieden nach Hause fahren. Nach der verpassten Quali gönnte ich mir eine kurze Pause mit Urlaub, vor allem weil die vergangenen Wettkämpfe sehr an meinem Kräften gezerrt hatten und ich die Verletzungspause mittlerweile sehr stark zu spüren bekam. Anschließend habe ich mich ganz bewusst auf die Deutschen Meisterschaften in Bayerisch Eisenstein Anfang September vorbereitet. Hier erfüllte ich mit einem 4. und 6.Platz in den Einzelrennen und der Silbermedaille in der Staffel meine persönlichen Ziele. Um dem Jahr 2011 noch einen würdigen Abschluss zu geben, entschied ich mich kurzfristig mit meinen beiden Freunden den Böttner Brüdern Max und Paul am Rügenbrückenlauf im Oktober teilzunehmen. Mit meinem 2.Platz auf der Halbmarathonstrecke und einem sehr überraschenden 3.Platz vom Max im Marathon war die Grundlage für einen feucht-fröhlichen Abend geschaffen:) So, nun aber genug in alten Erinnerungen geschwelgt. Ab sofort wird nach vorne geschaut und sich ordentlich auf die da kommenden Aufgaben vorbereitet. Los gehts! PS: Ein paar Bilder von 2011 folgen noch.
So, da bin ich wieder! Wie schon angekündigt, werde ich diesmal ein paar Worte zu meiner Person verlieren: Geboren bin ich irgendwann im Dezember 1987 im Thüringer Wald. Durch die Nähe zum Wintersportort Oberhof war es sehr naheliegend, dass ich in meiner Kindheit Biathlon gemacht habe. 2007 hab ich mein Studium (Umweltschutztechnik) begonnen und bin so in Stuttgart gelandet. Der Tatsache geschuldet, dass ein gesunder Geist auch einen gesunden Körper braucht und es in Stuttgart leider keinen anständigen Winter gibt, musste ein anderes sportliches Hobby her. Darum entschied ich mich zukünftig auf die kalten Finger im Wettkampf zu verzichten und habe mit Sommerbiathlon begonnen. Da ich ziemlich ehrgeizig bin und Sachen nur ganz mache, war für mich schnell klar, dass ich wieder auf höherem Niveau trainieren will. Nach einem Jahr der Eingewöhnungsphase in Stuttgart habe ich nach einem Lauf-Trainer Ausschau gehalten. So bin ich beim LAC-Degerloch gelandet. Von Beginn an betreut mich mein Trainer Jogi und hilft mir, meine Ziele zu verwirklichen. Trotz einiger schwerer Verletzungen in den letzten beiden Jahren, können wir dennoch auf eine recht positive Bilanz zurückblicken, wie z.B. dem 7.Platz beim Rennsteiglauf 2010 oder einen 4.Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Sprint, sowie der Silbermedaille in der Staffel dieses Jahr. Bis demnächst, Micha!
heute möchte ich dieser Seite mal ein wenig Leben einhauchen. Zukünftig werde ich hier ein wenig von meinem sportlichen Dasein als Sommerbiathlet preisgeben. Was euch erwartet: Einblicke in meinen Trainingsalltag, Berichte von Wettkämpfen und eben alles was sport-technisch so passiert. Aber keine Angst ich werde hier keine Trainingsergebnisse in tabellarischer Form posten. Eher will ich mehr mit kleinen Texten und Geschichtchen, natürlich auch mal mit Bildern, einen Eindruck vermitteln, wie mein Trainingsalltag und Wettkämpfe so aussehen. Und warum tue ich das hier? Zum einen natürlich für alle, welche sich für mein Sporttreiben interessieren (Das sind, soweit ich das mitbekommen habe, doch einige), und zum anderen um meine Sportart Sommer-Biathlon ein wenig populärer zu machen und euch zu zeigen, was das überhaupt für eine Sportart ist. Dies ist die eine Seite der Medaille, nämlich die, die mich betrifft. Die andere Seite ist mir persönlich aber viel wichtiger. Ich möchte anderen Sportlern in unserem Verein zeigen, vor allem allen Nachwuchsathleten, Schülern und Jugendlichen, dass Sport auf höchstem Niveau Spaß macht. Leistungssport bedeutet nicht, immer nur wie ein Blöder zu ackern und es gibt überhaupt nichts zu lachen, sondern dass die meisten Momente echt schön sind. So nun wisst ihr erst mal Bescheid, was in Zukunft hier passiert. Für alle, die mich noch nicht so gut kennen, stelle ich mich in der nächsten Woche noch einmal genauer vor. Außerdem wird auch eine kleine Zusammenfassung der letzten Saison folgen. Bis dahin! Micha |